Weinheim

Polizeibericht 35-Jähriger nach neuerlichem Vorfall in Weinheimer Freizeitbad vorübergehend festgenommen

Mehrere Frauen in Miramar belästigt

Weinheim.Das Weinheimer Freizeitbad Miramar kommt nicht zur Ruhe: Erneut sind dort mehrere Besucherinnen von einem Mann belästigt worden. Wie die Polizei gestern mitteilte, begann der 35-Jährige am Mittwoch gegen 19 Uhr, sich in einem Schwimmbecken selbst zu befriedigen und suchte dabei Blickkontakt zu zwei Frauen. Im Außenbereich und den Duschen setzte er seine Handlungen vor weiteren Badegästen fort. Als er später im Ruheraum erneut begann, an seinem Geschlechtsteil herumzuspielen und dabei zwei Frauen fixierte, sprachen diese ihn auf sein Verhalten an und verständigten den Bademeister.

Der 35-Jährige wurde bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Auf dem Polizeirevier Weinheim entnahmen Beamte dem Mann eine DNA-Probe, ehe er wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Gegen den Verdächtigen wird wegen exhibitionistischer Handlungen ermittelt. Personen, die durch das Verhalten des Mannes belästigt wurden, können sich unter Telefon 06201/10 030 bei der Polizei melden.

Das Miramar war in den vergangenen Monaten mehrfach wegen sexuell motivierter Straftaten in die Schlagzeilen geraten. Zuletzt, als am Samstag ein 17 Jahre alter Mann aus Afghanistan ein zwölfjähriges Mädchen auf einer Wasserrutsche im Intimbereich berührte.

Geschäftsführer Marcus Steinhart äußerte sich gestern wie folgt zu dem neuerlichen Vorfall: „Das war für die Frauen nachvollziehbar sehr unangenehm. Wie immer vertrauen wir den Ermittlungsbehörden, dass diese den Tatvorwurf rechtsstaatlich verfolgen. Leider kann man niemandem hinter die Stirn schauen. Somit lassen sich solche Vorfälle nur schwer vermeiden. Klar ist aber, dass wir solche Personen konsequent den Behörden zuführen.“

Das Freizeitbad hatte Ende März ein neues Sicherheitskonzept eingerichtet, da im Jahr 2017 ein Anstieg auf 18 Vorfälle verzeichnet worden war. In den ersten drei Monaten 2018 seien es sechs weitere Vorfälle gewesen. Seit Einführung des neuen Konzepts ist dies nun wiederum der sechste Fall. jei