Weinheim

Freizeit Weinheimer Bad sieht sich als systemrelevante Einrichtung

Miramar prüft Klage wegen Schließung

Archivartikel

Weinheim.Das Weinheimer Thermalbad Miramar erwägt eine Klage gegen die 6. Corona-Landesverordnung Baden-Württemberg. „Das Miramar hat die Prüfung juristischer Schritte gegen die Schließung bei den Hausanwälten eingeleitet“, heißt es in einer Mitteilung. „Zum einen wegen der ganz enormen wirtschaftlichen und auf mittlere Sicht existenzbedrohenden wirtschaftlichen Nachteile, die vermutlich nicht durch eine Entschädigung kompensiert werden können, vor allem aber, weil das privatwirtschaftlich gemanagte Miramar sich explizit als systemrelevante Einrichtung für das öffentliche gemeinwohl versteht.“

Gerade in schweren Zeiten bräuchten die Menschen die Möglichkeit, ihre physischen und psychischen Abwehrkräfte zu stärken und Erkrankungen der Haut, der Muskeln oder der Gelenke zu lindern. „Nach Kenntnis des Unternehmens gibt es keinerlei faktenbasierte Hinweise, dass Bäder, Thermen und Saunen Infektionstreiber sind“, steht in der Mitteilung. Die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises sei gut und die Kontrollen erfolgten regelmäßig.

Spätestens wenn die aktuellen Corona-Maßnahmen über den November hinaus verlängert werden sollten, werde das Miramar die eigenen Rechte gerichtlich vertreten lassen, heißt es.