Weinheim

Weinheim Stadtverwaltung erläutert den Bürgern den aktuellen Stand der Planung für das GRN-Areal im Sanierungsgebiet „Westlich Hauptbahnhof“

Zwei Kreisverkehre und noch mehr Sorgen

Archivartikel

Die Kaufverträge sind zwar noch nicht unterschrieben; nach Auskunft der Pressestelle des Rhein-Neckar-Kreises sollen sich die Gremien des Kreistages damit noch im Mai befassen. Aber an den Plänen für das GRN-Areal in der Viernheimer Straße ist seit dem Abschluss des Investorenwettbewerbes im Juli 2018 weiter gearbeitet worden. Den aktuellen Stand präsentierte die Weinheimer Stadtverwaltung bei einer Informationsveranstaltung zum Sanierungsgebiet „Westlich Hauptbahnhof“.

Viele der rund 50 Zuhörer waren direkte Anwohner, denen vor allem das Thema Verkehr unter den Nägeln brennt. Denn die geplante Bebauung des GRN-Areals mit etwa 400 Wohneinheiten wird zweifellos Auswirkungen auf das Umfeld haben. Wie Tanja Franke vom Amt für Stadtentwicklung erläuterte, ist die Planungsaufgabe durchaus komplex: Einerseits soll die Viernheimer Straße verkehrsberuhigt werden, um insbesondere in Höhe des heutigen Haupteingangs zum GRN-Areal eine sichere Querung für Fußgänger und Radfahrer zu ermöglichen. Denn der alte Park soll ja in Richtung Weschnitzufer erweitert werden.

Breit genug für Rettungswagen

Andererseits muss die Straße breit genug für Feuerwehrfahrzeuge sein und den zusätzlichen Verkehr aus dem neuen Wohngebiet verkraften. Hinzu kommt, dass die Ein- und Ausfahrt für die Tiefgarage der geplanten Geschosswohnungsbauten hier vorgesehen ist.

Geplant ist unter anderem, dass an der Ecke Händelstraße ein großer Kreisverkehr und an der Ecke Weststraße ein kleiner Kreisel gebaut wird. Letzterer wurde am vergangenen Wochenende bereits provisorisch markiert.

In der Weststraße wird aber ebenfalls einiges passieren: Die Fahrbahn soll – wie in der Viernheimer Straße – auf eine Breite von 6,50 Meter verengt werden. Die Parkplätze am Straßenrand sollen neu geordnet werden, ohne dass Stellplätze verloren gehen. Denkbar sei, so Franke, dass die Stadt die Parkdauer auf drei oder vier Stunden begrenzt und besondere Regelungen für Anwohner einführt. Darüber könne aber erst nach Fertigstellung der Maßnahmen entschieden werden, wenn verlässliche Bestandsdaten vorliegen.

Geändert werden soll die Vorfahrtsregel an der Ecke Weststraße/Blücherstraße. Künftig soll hier der Verkehr aus der Weststraße Vorfahrt haben, was bei Anwohnern aus der Blücherstraße die Befürchtung weckte, dass sie dann zur Hauptverkehrszeit gar nicht mehr aus ihrer Straße herauskommen.

Anwohner beklagten, dass trotz der neuen Nord-Anbindung des Industrieparks von Freudenberg immer noch Lkw tagsüber durch die Viernheimer Straße fahren und in der Weststraße an Tor 1 stranden; an den Abenden und an Wochenenden würden Lkw bei Tor 1 sogar ein- und ausfahren. Die Vertreter der Stadtverwaltung stellten in Aussicht, dies mit Messgeräten zu überprüfen.

Die Firma Freudenberg erklärte dazu auf Nachfrage unserer Lokalredaktion: „Grundsätzlich gilt, dass ein Lkw-Einfahrtverbot für das Tor 1 besteht.“ Die Einfahrt in den Industriepark erfolge werktags von 6 bis 19 Uhr über Tor 3 im Norden. Weiter teilte eine Unternehmenssprecherin mit: „Außerhalb dieser Öffnungszeiten und nur in Ausnahmefällen darf Tor 1 genutzt werden, wenn es um die Lieferung von dringenden Betriebsmitteln geht.“ pro