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Bergung vor der Küste Libyens

Auch gestern ist ein Rettungsschiff nach tagelanger Fahrt auf dem Mittelmeer in Spanien eingetroffen – mit 87 Flüchtlingen an Bord. Das Schiff der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms lief gestern Morgen kurz nach neun Uhr in den Hafen von Algeciras in der Region Andalusien im Süden des Landes ein, wie die Organisation mitteilte.

Die Flüchtlinge, darunter zwölf Minderjährige aus dem Sudan und Gambia, waren nach ihrer Bergung vor der Küste von Libyen gut eine Woche unterwegs. Sowohl Italien als auch Malta verwehren den privaten Seenotrettern die Einfahrt in ihre Häfen. Stattdessen bringt die libysche Küstenwache Migranten immer öfter wieder zurück in das von einem Bürgerkrieg erschütterte nordafrikanische Land Libyen. Proactiva Open Arms hatte aufgrund dieser Entwicklung zuletzt zweimal nach Spanien fahren müssen. Frankreich kündigte an, rund 20 der 87 in Spanien angekommenen Migranten aufzunehmen. Aus dem Élyséepalast wurde dies mit „europäischer Solidarität“ begründet. dpa