Welt und Wissen

Bernd Althusmann

Bernd Althusmann (50) hat ein Lebensmotto. "Umwege erhöhen die Orientierung", hat der frühere Bundeswehroffizier einmal seinen Lebenslauf überschrieben. Der CDU-Herausforderer von Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) hat so einige Umwege beschritten. Nach der CDU-Niederlage bei der Landtagswahl 2013 ging der Ex-Kultusminister zweieinhalb Jahre als Büroleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung nach Afrika.

Der Krimi-Fan verbringt seine Freizeit gerne mit seinen Kindern. "Wenn meine Kinder lachen, das finde ich toll", sagt der am 3. Dezember 1966 in Oldenburg geborene Pfarrerssohn aus Lüneburgs Vorort Heiligenthal. Er hat mehrere Kinder: zwei aus erster Ehe, eins mit seiner neuen Frau, die selbst zwei Kinder aus erster Ehe hat.

Hart, aber fair, distanziert und doch nah: Seine politische Handschrift hat er früh skizziert. Mit "Leidenschaft, Augenmaß, Umsicht und Fairness" wolle er das Land voranbringen, kündigt er an.

Als Kommunalpolitiker war Alt-husmann, der sich zunächst für die Offizierslaufbahn entschied und danach Pädagogik studierte, 1990 in die CDU eingetreten. Von 1994 bis 2009 gehörte er dem niedersächsischen Landtag an. Anschließend war er Staatssekretär im Kultusministerium. 2010 berief ihn Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) zum Chef des Kultusressorts.

Althusmann gilt nicht unbedingt als brillanter Redner, sondern als sachlich-nachdenklicher Typ, der zuhören kann. Er selbst sieht sich als weltoffen und zugleich wertkonservativ. Berührungsängste mit dem politischen Gegner hat er kaum: "Mein Großvater war über 40 Jahre SPD-Mitglied - wir haben öfter miteinander gestritten." dpa