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Fall Lübcke Hessische Linksfraktion stieß bei Recherchen zu NSU-Ausschuss auf Verdächtigen aus Kassel / Seit 2009 kaum noch rechtsextreme Aktionen bekannt

Der freundliche Nazi – die zwei Leben des Stephan E.

Archivartikel

Seit Sonntag sitzt ein 45-Jähriger aus Kassel in Untersuchungshaft. Er soll den Regierungspräsidenten Walter Lübcke erschossen haben. Wer sich im Umfeld des Verdächtigen umhört, merkt: Stephan E. hatte mehrere Gesichter.

Es ist ein Einfamilienhaus im Kasseler Osten. Im Garten hängt frische Wäsche, um das Haus schleicht friedlich ein großer weißer Hund. Das Viertel ist gutbürgerlich. Dass hier etwas nicht stimmt, zeigt nur die rote Holzplatte, die die Haustür ersetzt. Denn am Samstag wurde die Tür aufgebrochen – und ein Spezialeinsatzkommando nahm Stephan E. fest. Der 45-Jährige soll vor mehr als zwei Wochen

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