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Die Volksrepublik

Archivartikel

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Sieg im Bürgerkrieg gegen die nationalchinesischen Truppen gründen die Kommunisten am 1. Oktober 1949 die Volksrepublik. Der Revolutionär Mao Tsetung verkündete die Geburtsstunde des „Neuen China“.

1957-58: Die „Hundert-Blumen-Bewegung“ beginnt als große Nationalkonferenz, doch werden Kritiker des neuen Kurses im Anschluss als „Rechtsabweichler“ verfolgt.

1959-1961: Mit dem „Großen Sprung nach vorn“ will Mao Tsetung zu den Industrieländern aufschließen. Hungersnöte brechen aus. Schätzungsweise 30 Millionen Menschen finden den Tod.

1966-76: Nach Kritik beginnt Mao Tsetung die „Kulturrevolution“. 15 Millionen Menschen werden auf das Land geschickt.

1969: Grenzkrieg mit der Sowjetunion.

1971: China übernimmt den ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat von Taiwan, das bis dahin als Republik China vertreten war.

1976: Mao Tsetung stirbt.

1978: Deng Xiaoping beginnt Modernisierung und Wirtschaftsreformen.

1979: China und die USA nehmen diplomatische Beziehungen auf.

1980: Mit Shenzhen bei Hongkong wird die erste Sonderwirtschaftszone errichtet, in der mit dem Kapitalismus experimentiert wird.

1989: Massendemonstrationen für Demokratie und Freiheit auf dem Tian’anmen-Platz in Peking. Die Führung ist gelähmt, aber die Hardliner setzen sich durch und schicken Truppen. Bei dem Massaker sterben Hunderte.

2001: China wird in die Welthandelsorganisation (WTO) aufgenommen.

2011: China überholt Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.

2012/13: Xi Jinping tritt als Staats- und Parteichef an, stellt die Partei wieder über alles und zeigt eine harte Hand. dpa