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Diplomatischer Zwischenfall

Jüngst sorgte das Verschwinden eines vietnamesischen Geschäftsmannes in Berlin für eine diplomatische Krise. Die Bundesregierung geht davon aus, dass der vietnamesische Geheimdienst und die Botschaft der Sozialistischen Republik an der Verschleppung des Asylbewerbers und ehemaligen Funktionärs der Kommunistischen Partei mitgewirkt haben. Zeugen hatten im Juli beobachtet, wie ein Mann und eine Frau in ein Auto bugsiert wurden. Später tauchten diese in Hanoi auf. Dem Mann wird vorgeworfen, als Chef einer Tochterfirma des staatlichen Öl- und Gaskonzerns PetroVietnam für den Verlust von umgerechnet 125 Millionen Euro verantwortlich zu sein. Ihm droht schlimmstenfalls die Todesstrafe. dpa