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Dreitägige Staatstrauer

Archivartikel

Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras rief gestern eine dreitägige Staatstrauer aus. Es gehe jetzt darum, zu retten, was zu retten sei, und zusammenzustehen, sagte Tsipras in einer Ansprache, die vom griechischen Sender Skai übertragen wurde. Tsipras bedankte sich bei Feuerwehrleuten, Sanitätern und anderen Helfern und sagte an die Überlebenden gewandt: „Keiner soll ohne Hilfe bleiben – und nichts bleibt ohne Antworten.“

Eine erste Unterstützung soll es vom Wirtschaftsministerium geben, das für die betroffenen Regionen 20 Millionen Euro Soforthilfe bereitstellen will. Zudem machten sich gestern Bürger aus Athen auf den Weg, um Nahrung und Wasser bereitzustellen. Auch Aufrufen zu Blutspenden folgten viele. Die Zahl der Verletzten bezifferte ein Regierungssprecher auf 164 Erwachsene sowie 23 Kinder. Elf Menschen schwebten in Lebensgefahr.

Hilfe aus dem Ausland

Alle fragen sich, wie es zu der Tragödie kommen konnte. Tsipras erteilte der Diskussion jedoch vorläufig eine Absage. Jetzt trauere Griechenland, das „Was“ und das „Warum“ würden im Anschluss geklärt.

Und die EU will helfen. Zypern, Spanien und Bulgarien sicherten Flugzeuge, Einsatzkräfte, Ärzte und Löschfahrzeuge zu, wie ein Sprecher der EU-Kommission gestern in Brüssel sagte. Italien stellt zwei Löschflugzeuge zur Verfügung. dpa

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