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Entspannung lindert

Ob Zahnweh oder Prellung, Schnittwunde oder Sonnenbrand: Schmerzen sind ein Warnsignal und überlebenswichtig. Brennend, stechend, bohrend oder reißend weisen sie auf Wunden, Reizungen oder Verletzungen hin – ein lebenserhaltendes, biologisches Frühwarnsystem.

Verschwindet der Schmerz im Verlauf des Heilungsprozesses, gilt er als akut. Dauert er monatelang, ohne dass eine Verletzung vorliegt und Medikamente oder eine Operation helfen, ist von chronischem Schmerz die Rede. Nach Angaben der Deutschen Schmerzliga gehen Experten hierzulande von bis zu 16 Millionen Betroffenen aus.

Akupunktur und Gespräche

Chronisch werden kann, was einmal akut begonnen hat. Das Problem: Starker und anhaltender Schmerz kann die Nervenzellen von Rückenmark und Gehirn auf Dauer so überempfindlich machen, dass selbst eine leichte Berührung oder mäßige Hitze als starker Schmerz wahrgenommen werden. Mediziner sprechen dann von „Schmerzgedächtnis“.

Auslöser davon sind oft seelische und soziale Belastungen: Todesfälle, Arbeitslosigkeit und Konflikte in der Familie. Wer zu Ängsten und Depressionen neigt, ist besonders gefährdet. Um chronische Schmerzen zu lindern, reichen Medikamente nicht aus. Therapeuten setzen auf Stressbewältigung und Entspannung, Psycho- und Verhaltenstherapie, autogenes Training, Akupunktur oder Hypnose.

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