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FDP-Abgeordneter: So kamen Hacker an die Daten

Manuel Höferlin (FDP), Bundestagsabgeordneter aus Worms, erklärt, wie Hacker an die Daten von FDP-Politikern gelangten:

Herr Höferlin, Politiker sind in großem Stil von Hackern angegriffen worden. Wie konnte das passieren?

Manuel Höferlin: Was ich derzeit erkenne - und für die FDP kann ich das sicher sagen - waren das Angriffe auf private Geräte. Bei uns wurde im vergangenen Jahr ein privates Postfach eines Kollegen attackiert. Und dort hat der Angreifer die Kontaktdaten von 27 weiteren FDP-Politikern gefunden.

Wieso waren die Daten so lange öffentlich einsehbar?

Höferlin: Mir ist es unverständlich, und ich ärgere mich schon ein bisschen, dass die IT-Sicherheitsbehörden das 14 Tage lang nicht entdeckt haben. Da waren persönliche, hochsensible Daten von Personen des öffentlichen Lebens bei Twitter zu sehen, und das wird von irgendwelchen Privatpersonen im Netz entdeckt. Auch, dass die Sicherheitsbehörden erst heute (am Freitag, Anm. d. Redaktion) zusammengetreten sind, nachdem die Presse berichtet hat: So stelle ich mir IT-Sicherheitsbehörden und deren Arbeit nicht vor.

Wie kann es jetzt weitergehen?

Höferlin: Wir prüfen erst einmal alles weitere zu den Angriffen. Ich glaube aber schon jetzt sagen zu können - und das betrifft alle, nicht nur Persönlichkeiten - dass mehr auf die Sicherheit der eigenen IT geachtet werden muss. Wir müssen digital genau so vorsichtig agieren, wie man das auch im analogen Leben tut.