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Hauptinsel Indonesiens

Tiefe Regenwälder, viele gefährliche Vulkane, tropische Temperaturen, geheimnisvolle Tempel, herrliche Strände mit ausgedehnten Korallenriffen, gigantische Hochhäuser und historische Bauten aus der Kolonialzeit – das ist Java, die Insel im Indischen Ozean zwischen Sumatra und Bali auf der Seehandelsroute von China nach Indien.

Sie hat über 140 Millionen Einwohner und damit mehr als jede andere Insel der Welt. Sie stellt nicht die größte, aber am stärksten bewohnte Insel sowie das Herzstück der 17 508 Inseln umfassenden Republik Indonesien dar, deren Hauptstadt Jakarta sich auch auf Java befindet.

Zehn Prozent Christen

Indonesien, ehemals niederländische Kolonie, gilt heute als der Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt. Der Islam ist jedoch nicht Staatsreligion. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind Christen.

Jahrhundertelang war die Inselwelt Heimat mächtiger hinduistischer und buddhistischer Königreiche. Zwischen dem 7. und 15. Jahrhundert – in der sogenannten klassischen javanischen Periode – wurde das Inselreich von konkurrierenden Dynastien regiert. Um ihre Herrschaft zu legitimieren, verglichen sich die Könige mit Gottheiten. Sie bauten ein weit verzweigtes Handelsnetz auf und ließen prächtige Tempel- und Palastanlagen erbauen, die heute Touristen aus aller Welt anziehen.

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