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Migration Migrantenkinder in Mittelamerika

Heimatminister will DNA-Tests

Archivartikel

Im Kampf gegen die illegale Einwanderung in die USA will der kommissarische US-Heimatschutzminister Kevin McAleenan DNA-Tests für Migrantenkinder in Mittelamerika einführen. McAleenan diskutierte entsprechende Pläne mit Vertretern aus Guatemala, Honduras und El Salvador am Mittwoch (Ortszeit).

Es gehe darum, die Kinder vor Ausbeutung zu schützen, sagte der Heimatschutzminister auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem guatemaltekischen Innenminister Enrique Degenhart in Guatemala-Stadt.

Falsche Verwandte

In einigen Fällen hätten sich Menschen als Eltern von Kindern ausgegeben, um in die USA zu gelangen. In den USA seien bereits Pilotprojekte durchgeführt worden, hieß es. Demnach hätten sich rund 30 Prozent der überprüften Personen fälschlich als Verwandte von Migrantenkindern ausgegeben, sagte Degenhart. „Wir werden nicht zulassen, dass Minderjährige aus Guatemala oder der Region weiter auf diese Art missbraucht werden“, fügte er hinzu.

Bevor das Programm starten könne, müssten aber noch die Kosten geklärt werden und wer dafür zahlen solle. Auch der Schutz der Privatsphäre sei ein sensibles Thema. Seit Januar haben rund 670 000 Migranten die USA erreicht, darunter zahlreiche Familien.

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