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Hessen: weniger Hausärzte

Archivartikel

Das Ärztenetz in Hessen ist dichter geworden, aber die Mediziner sind auch hier regional und nach Fachrichtungen ungleich verteilt. Ende vergangenen Jahres kamen in Hessen 214,2 Ärzte und Psychotherapeuten auf 100 000 Einwohner. Im Jahr zuvor waren es 210,9. Die Zahl der Hausärzte ist von 65,2 auf 64,9 pro 100 000 Einwohner gesunken.

Der hessische Durchschnittsarzt ist 54 Jahre alt, fast zwölf Prozent der Mediziner im Land sind älter als 65 Jahre. Der durchschnittliche Hausarzt ist sogar zwischen 55 und 56, in dieser Berufsgruppe sind fast 15 Prozent älter als 65 Jahre. Sowohl bei der Ärztedichte als auch beim Durchschnittsalter liegt Hessen im Mittelfeld der Länder. Anders sieht es aus, wenn man einzelne Regionen anschaut. Hier gibt es Ausreißer nach oben und nach unten.

Der Kreis Darmstadt-Dieburg hat am zweitwenigsten Hausärzte in Deutschland – 51,2 Hausärzte kommen auf 100 000 Einwohner. Die Stadt Kassel gehört hingegen mit 316,7 Ärzten und Therapeuten pro 100 000 Einwohner zu den „Top 10“ bei der allgemeinen Arztdichte, die niedergelassene Mediziner verschiedener Fachrichtungen erfasst. dpa