Welt und Wissen

Islamabad schließt Angriff aus

Pakistan hat eine militärische Reaktion auf die umstrittene Aufhebung des Sonderstatus für die indisch-kontrollierte Kaschmir-Region ausgeschlossen. Man prüfe politische, diplomatische und rechtliche Optionen, sagte Außenminister Shah Mehmood Qureshi bei einer Pressekonferenz in Islamabad am Donnerstag. „Eine militärische Reaktion prüfen wir nicht“, sagte Qureshi. Islamabad werde sich bald an den UN-Sicherheitsrat wenden und würde auch eine Vermittlung etwa der Europäischen Union in dem Konflikt begrüßen.

Zugverbindung eingestellt

Der Luftraum über Pakistan solle geöffnet bleiben. Auch bei dem geplanten Kartarpur-Grenzkorridor solle es bleiben, sagte Qureshi. Dieser soll indischen Anhängern des Sikh-Glaubens den Besuch eines ihrer heiligsten Schreine im pakistanischen Kartarpur Sahib erleichtern. Eine Eröffnung ist für Herbst geplant. Wenige Stunden davor hatte Eisenbahnminister Sheikh Rashid Ahmed erklärt, die einzige Zugverbindung nach Indien werde vorübergehend eingestellt.

Die indische Regierung hatte der Region Jammu und Kaschmir vor wenigen Tagen den Sonderstatus entzogen, der der Region unter anderem eine eigene Verfassung und eine eigene Flagge garantierte.

Der indische Premierminister Narendra Modi hat die umstrittene Aberkennung des Sonderstatus der indischen Kaschmir-Region am Donnerstag verteidigt. Der neue Status würde der Bevölkerung des Himalaya-Gebietes wirtschaftliche Entwicklung und Frieden bringen, sagte er. dpa

Zum Thema