Welt und Wissen

Porträt Tom Koenigs – Straßenkämpfer und Politiker

Joschka Fischers Weggefährte

Archivartikel

Tom Koenigs, vor 75 Jahren in Damm (Pommern) geboren, entstammt einer Kölner Bankiersfamilie. Er absolvierte eine Banklehre und studierte Betriebswirtschaft in Berlin und Frankfurt. Sein weiterer Lebenslauf liest sich spannender. Koenigs verweigerte den Kriegsdienst, beteiligte sich an der Studentenbewegung und war als Hausbesetzer und Straßenkämpfer in der Szene unterwegs. Nach dem Studium arbeitete Koenigs eineinhalb Jahre bei Opel im Schichtbetrieb als Schweißer. Wer von der Arbeiter-Revolution träumt, muss ja das Proletariat kennenlernen. 1973 schenkte er sein Vermögen dem Vietcong und chilenischen Widerstandskämpfern. Danach war er Buchhändler in Frankfurt.

1983 schloss sich Koenigs den Grünen in Frankfurt an. Dort fungierte er lange Jahre als Umweltdezernent und Stadtkämmerer. Danach wechselte der Politiker in die Außenpolitik. Von 1999 bis 2002 war er Stellvertreter des Sondergesandten der Vereinten Nationen im Kosovo, 2009 wechselte er in den Bundestag (bis 2017) und war zeitweise Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe und Sprecher der Grünen-Fraktion für diesen Bereich. was

Info: Bilderstrecke unter morgenweb.de/politk

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