Welt und Wissen

Kampfschrift mit 23 Seiten

Archivartikel

Der Anfang und das Ende sind weltbekannt und lauten: „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“ sowie „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“. Karl Marx und Friedrich Engels verfassten Ende 1847 das „Kommunistische Manifest“ im Auftrag des Bundes der Kommunisten, der sich die weltweite Befreiung des Proletariats von Unterdrückung und Ausbeutung zur Aufgabe gemacht hatte.

Die nur 23 Seiten dünne Schrift erschien 1848 in London mit einer Startauflage von 2000 Exemplaren. Sie wurde im Laufe der Jahre in mehr als 200 Sprachen übersetzt und gilt als das am weitesten verbreitete sozialpolitische Dokument der Welt. 2013 wurde das Manifest in das Unesco-Weltregister „Memory of the World“ aufgenommen.

Ebenfalls in London entstanden seine Hauptwerke „Zur Kritik der politischen Ökonomie“ (1859) und „Das Kapital“ (1867), in denen er sich mit dem Wesen des Kapitalismus beschäftigte.

Marx gilt als einflussreichster Theoretiker des Kommunismus, dessen Schriften die Arbeiterbewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts weltweit entscheidend geprägt haben. Dies gilt für die sozialistisch-kommunistischen Bewegungen Russlands und Deutschlands (SPD, KPD) bis zu denen in Lateinamerika und Ostasien. In der modernen Volkswirtschaftslehre wird er den Nationalökonomen zugeordnet. Auch die Philosophie sowie die Sozialwissenschaften beeinflusste Marx mit seinen Thesen, die allgemein als Marxismus bezeichnet werden.

Zum Thema