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Klare Regeln im Verkehr

Archivartikel

„Gib endlich Gas, Du Penner!“, oder „Wo hast Du denn Deinen Führerschein gemacht?“ – Sätze wie diese dürften in deutschen Autos öfters fallen, ist sich die Prüforganisation Dekra sicher. Dazu kommen Hupen oder Drängeln. In solchen Momenten rückt Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) in weite Ferne: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“ Und: „Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder, mehr als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

Fehler anderer verzeihen

Das bedeutet im Klartext: Als Autofahrer hat man auch mit unliebsamen Gegebenheiten wie Staus, roten Ampeln oder ortsunkundigen Verkehrsteilnehmern zurechtzukommen und muss mit Fehlern anderer rechnen. Dass es in der Realität häufig anders aussieht, zeigt das nicht selten aggressive Verhalten auf der Straße: „Dies ist auch Ausdruck einer Abwehrreaktion, die als Widerstand gegen äußere oder innere Einschränkungen zu interpretieren ist“, erklärt der Dekra-Verkehrspsychologe Thomas Wagner.

Um nicht zum Drängler zu werden, sollten Autofahrer ein paar Dinge beherzigen. Zum Beispiel, indem sie sich die StVO-Regeln bewusst machen und Fehler anderer verzeihen. Wem bei der Fahrt auffällt, dass er unter Druck steht, hält besser an, legt eine Pause ein und atmet durch. dpa