Welt und Wissen

Kontrollen durch das Abkommen

Archivartikel

Nach jahrelangen Verhandlungen einigten sich die UN-Vetomächte, Deutschland und der Iran am 14. Juli 2015 in Wien auf ein Abkommen, das Teheran vom Aufbau einer Atomstreitmacht abbringen sollte. Es stellt die iranische Atomindustrie unter Kontrolle und sagt den Abbau westlicher Wirtschaftssanktionen zu.

Das Abkommen hat US-Präsident Donald Trump vor einem Jahr einseitig aufgekündigt. Im Abkommen unterwirft der Iran seine Urananreicherung bis zu 25 Jahre lang einem System von Beschränkungen und Kontrollen durch die Internationale Atomenergiebehörde. In den ersten zehn Jahren müssen mehr als zwei Drittel der Kapazitäten zur Urananreicherung stillgelegt werden.

Uran darf nur noch auf 3,67 Prozent angereichert werden; dieser Grad reicht für die Nutzung in Kraftwerken aus. Für eine Atombombe wäre dagegen auf 90 Prozent angereichertes Uran nötig. dpa