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Kritik am Stil der Amtsleitung

Zurückhaltung ist nicht die herausragendste Eigenschaft, die Hans-Georg Maaßen zugeschrieben wird. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise gehörte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) zu denen, die mehr oder weniger öffentlich die Migrationspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisierten.

Zuletzt wurden dem Verfassungsschutzpräsidenten Gespräche mit AfD-Bundtagstagsabgeordneten vorgeworfen. Maaßen und sein Amt versuchten, die Vorwürfe mit dem Argument zu kontern, er führe Gespräche mit Abgeordneten aller im Bundestag vertretenen Parteien.

Umstrittene Behörde

Als Maaßen 2012 die BfV-Leitung übernahm, war der Ruf der Behörde ramponiert. Hauptgrund war die Vernichtung von Akten mit Bezug zu Ermittlungen in der Mordserie des rechtsextremen „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU). Maaßen erhielt den Auftrag, in der Behörde aufzuräumen. Seit seinem Amtsantritt bemüht sich Maaßen auf jeden Fall, das Bundesamt technologisch aufzurüsten.

Maaßen stammt aus Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. Studiert hat er in Köln und Bonn. Ab 1991 arbeitete er in verschiedenen Abteilungen des Bundesinnenministeriums. dpa