Welt und Wissen

KSK – Verrat und „Schattenarmee“

Die KSK-Einheit ist militärische Elite und genießt über die Bundeswehr hinaus großes Ansehen. Es gibt auch dunkle Flecken, wie eine Abschiedsfeier im April 2017 für einen KSK-Kompaniechef, bei der rechtsextremistische Musik gehört und der Hitlergruß gezeigt worden sein soll. Deswegen hat ein Gericht inzwischen einen Strafbefehl erlassen.

Ein Oberstleutnant des Militärischen Abschirmdienstes musste sich wegen Geheimnisverrats vor dem Kölner Amtsgericht verantworten, weil er eine Razzia des Bundeskriminalamts in der Graf-Zeppelin-Kaserne des KSK in Calw verraten haben soll. Er wurde inzwischen freigesprochen. Bei der Durchsuchung im November 2017 ging es um Franco A., jenen Oberleutnant, der sich eine Identität als syrischer Flüchtling verschafft hat, durch eine auf dem Flughafen Wien versteckte Pistole aufgeflogen ist und laut Anklage aus rechtsextremer Gesinnung einen Anschlag geplant haben soll.

Verein in der Kritik

Medienberichten zufolge soll es Vorbereitungen für eine rechtsextreme „Schattenarmee“ gegeben haben, die auf einen Tag X eingestellt ist und Morde an politischen Gegnern in Planspiele einbezieht. In diesem Zusammenhang ist auch der Verein Uniter ins Feuer der Kritik gerückt. Uniter wurde 2010 aus zwei Netzwerken für Kommandoeinheiten der Bundeswehr und Polizei sowie einer Gruppe aus dem europäischen Nato-Kommando Shape gegründet. Auch wenn Franko A. einen Uniter-Ausweis hatte, weist die Vereinsführung Verbindungen in kriminell-extremistische Strukturen energisch zurück. 

Zum Thema