Welt und Wissen

Misserfolg in Deutschland

Archivartikel

Das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ hat seine deutsche Ausgabe Ende 2017 nach nur einem Jahr wieder eingestellt. „Es fiel uns nicht leicht, Euch zu verstehen, so wie es Euch sicher nicht immer leichtfiel, uns zu verstehen“, schrieben der französische Chefredakteur Gérard Biard und seine unter Pseudonym auftretende deutsche Kollegin Minka Schneider. „Und wir selbst wussten nicht, wie viele Leser es braucht, damit eine gedruckte Zeitung heute rentabel ist. Zu viele jedenfalls, um unseren Besuch bei Euch zu verlängern.“

Die am 1. Dezember 2016 gestartete deutsche Ausgabe hatten die Macher selbst als Experiment bezeichnet. Absatzzahlen für Deutschland hatte „Charlie“ auch auf Nachfrage nie veröffentlicht. dpa