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Mosambik – zweifache Katastrophe

Der zweite Wirbelsturm innerhalb weniger Wochen hat allein in Mosambik nach ersten Schätzungen rund 35 000 Häuser und 200 Klassenzimmer zerstört. Tausende Menschen seien obdachlos geworden. Zyklon „Kenneth“ habe am 25. April zudem mindestens 14 Kliniken und Gesundheitsstationen beschädigt, sagte ein Sprecher des UN-Nothilfebüros (Ocha) in Genf.

Manche Ortschaften sähen aus der Luft aus, als seien sie von einem Bulldozer zerstört worden. Die Menschen hätten ihre Lebensgrundlage verloren, darunter Fischerboote und Kokospalmen. „Wir erwarten in den nächsten Tagen noch mehr Regen, deshalb dürften die Überschwemmungen noch schlimmer werden, Straßen zerstören und damit auch die humanitäre Hilfe zur Herausforderung machen“, warnte Herve Verhoosel, Sprecher des Welternährungsprogramms (WFP).

„Kenneth“ war über den Inselstaat Komoren hinweggezogen und im Norden Mosambiks auf Land getroffen. Zuvor war die frühere portugiesische Kolonie vom Zyklon „Idai“ erschüttert worden. Er hinterließ im Zentrum des Landes eine Spur der Verwüstung. Rund 600 Menschen kamen ums Leben.

Die Vereinten Nationen brauchten 300 Millionen Euro für die humanitäre Hilfe allein in Mosambik, hätten aber erst ein Drittel davon erhalten, sagte der Ocha-Sprecher. 

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