Welt und Wissen

Multimodale Schmerztherapie

Schmerz ist als Warnsignal lebenswichtig. Doch wenn er chronisch wird, kann er das Leben stark beeinträchtigen. Große Studien zeigen, dass in solchen Fällen eine multimodale Therapie die besten Erfolge bringt. Dieser Behandlungsansatz verbindet Therapien aus verschiedenen Disziplinen. Wichtig ist dabei eine ganzheitliche Herangehensweise: Dazu werden neben der rein körperlichen Behandlung etwa durch Medikamente und eine Physiotherapie auch die psychischen und sozialen Aspekte des Patienten berücksichtigt. Ähnlich wie in einem Baukasten wird die für den einzelnen am besten geeignete Kombination aus dem Therapieangebot ausgewählt. Der Patient sollte dabei immer in die Entscheidungen einbezogen werden. Eine Schmerzfreiheit ist in den meisten chronischen Fällen nicht zu erreichen. Die Patienten lernen aber, mit dem Schmerz umzugehen und trotzdem gut zu leben.

In spezialisierten Schmerzzentren sind multimodale Therapien heute Standard. Dennoch profitieren nach Zahlen des Barmer GEK Arztreports 2016 nur 43 von 100 000 Schmerzpatienten von einem solchen fachübergreifenden Behandlungskonzept. Im Durchschnitt dauert es demnach vier Jahre, bis Patienten überhaupt eine qualifizierte Schmerztherapie erhalten. mad