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New Yorker klagen über Mietpreise

Archivartikel

Für viele Menschen ist es das erste, woran sie beim Namen New York denken: Dieses Häusermeer in Downtown, über dem das One World Trade Center thront. Dann das mächtige Empire State Building, aus Manhattan herausragend wie eine überdimensionierte Rakete. Oder das elegante Chrysler Building mit seiner geschwungen zusammenlaufenden Spitze.

Die Skyline von New York ist das Markenzeichen der US-Metropole. Doch ihr einzigartiges Aussehen verändert sich grundlegend. Wer dieser Tage durch den Central Park geht, sieht es deutlich: riesige Hochhäuser mit Privatwohnungen – teilweise mehr als 400 Meter über dem Grün des Stadtparks.

Immer mehr Wolkenkratzer

Trotz der enormen Baukosten wuchsen in den vergangenen etwa zehn Jahren immer mehr dieser neuen Gebäude in den Himmel über Manhattan. Ermöglicht haben das auf der einen Seite neue technische Errungenschaften beim Bau von Wolkenkratzern, so dass diese trotz einer Grundfläche von teilweise wenigen hundert Quadratmetern hoch aufschießen konnten. Auf der anderen Seite hat sich in New York ein Wohnungsmarkt etabliert, der selbst Münchner oder Hamburger in Panik versetzen würde.

Die durchschnittliche Miete für eine Wohnung in Manhattan liegt bei mehr als 4000 Dollar im Monat, also über 3600 Euro. Deswegen rechnen sich auf einmal sogar auch kostspielige Hochhäuser. Die Penthouses ganz oben, mit unverstelltem Blick über New York, erreichen mittlerweile sogar aberwitzige Preise von knapp 100 000 Euro pro Quadratmeter.

Kaum genutzte Wohnungen

Vor allem Berichte, Wohnungen würden als Geldanlage an ultrareiche Ausländer verkauft und blieben trotz Wohnungsnot die meiste Zeit des Jahres ungenutzt, bringen viele New Yorker auf die Palme. „Die Vorstellung, dass diese Türme leer sind, ist bizarr“, sagt Elizabeth Goldstein von der „Municipal Art Society“ (MAS), einer gemeinnützigen Organisation zum Schutz der Architektur New Yorks.

Goldstein gibt aber auch zu, dass der öffentliche Widerstand gegen die Gebäude geringer wäre, würde es sich um Wohnungen für jedermann und nicht nur für Superreiche handeln. Goldstein sagt, New Yorks Skyline und die Bauten in der Stadt würden sich so oder so verändern. Dafür würde schon das erwartete Bevölkerungswachstum von einer halben Million Menschen in den nächsten 20 Jahren sorgen.