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Noch alles offen

Archivartikel

Auch wenige Tage vor der Landtagswahl in Thüringen bleibt völlig unklar, welche Parteien zusammen eine Regierung bilden könnten. Das ist das Ergebnis eines Politbarometers Extra der Forschungsgruppe Wahlen aus Mannheim. Die Meinungsforscher hatten am Mittwoch und Donnerstag knapp 1800 Menschen in Thüringen befragt, für wen sie sich entscheiden würden, wenn jetzt schon Wahl wäre.

SPD und Grüne einstellig

Danach liegt die Linke mit 28 Prozent (plus 1 gegenüber der Vorwoche) knapp vor der CDU, die auf unverändert 26 Prozent der Stimmen kommt. Die AfD kann ihren Stimmenanteil im Vergleich zu 2014 verdoppeln und legt gegenüber der Vorwoche nochmal um einen Prozentpunkt auf 21 Prozent zu. Die SPD (unverändert 9 Prozent) und die Grünen (7 Prozent, minus 1) sind einstellig. Die FDP könnte den Einzug in den Landtag knapp verpassen und kommt auf unveränderte 5 Prozent. Damit würde es für die amtierende Regierung aus Linke, SPD und Grünen nicht mehr reichen, ein Bündnis aus CDU, SPD und Grünen würde eine parlamentarische Mehrheit ebenfalls verfehlen. Laut Forschungsgruppe wissen aber rund 38 Prozent der Befragten noch nicht sicher, wen und ob sie wählen gehen.

Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsidenten hätte, sprechen sich 54 Prozent (plus 4 gegenüber Vorwoche) für Amtsinhaber Bodo Ramelow (Linke) aus und 29 Prozent (minus 2) bevorzugen den CDU-Spitzenkandidaten Mike Mohring. Gegenüber dem ersten Vertreter der AfD, Björn Höcke, liegt Ramelow mit 76 Prozent (unverändert) zu 8 Prozent (plus 2) vorne. mk