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Noch kostet Pflege in Heimen

Archivartikel

Wird außerklinische Intensivpflege ambulant durch eine Pflegekraft erbracht, zahlen momentan die gesetzlichen Krankenversicherungen, erklärt das Bundesgesundheitsministerium. Dabei werden auch Wohngemeinschaften für Beatmungspatienten als ambulante Aufenthaltsform eingestuft. Der Leistungsanspruch besteht demnach auch dort. Mit dem Pflegestärkungsgesetz vom Dezember 2016 wurde auch die Versorgung von Intensivpflegepatienten geregelt. Im Bereich der außerklinischen, also häuslichen Intensivpflege sollen Qualitäts- und Versorgungsstandards gewährleistet werden. Das unterstützen die Kassen finanziell.

Werden Behandlungspflegeleistungen stationär in einem Pflegeheim erbracht, werden die Pflegesätze für die Versicherten zwischen dem Pflegeheim, den Pflegekassen und Sozialhilfeträgern vereinbart. Diese Leistungen sind allerdings begrenzt – also werden Betroffene oft zur Kasse gebeten. Um besondere Belastungen zu vermeiden, müssen Krankenkassen aber ausnahmsweise die Pflege in Heimen übernehmen, wenn jemand auf Dauer, also für mindestens sechs Monate, einen besonders hohen Bedarf hat. Damit wird bereits jetzt versucht, Eigenanteile zu begrenzen, um so eine häusliche Pflege allein aus finanziellen Gründen zu verhindern. 

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