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Priester mit einem großen Traum

Archivartikel

Martin Luther King jr. kommt am 15. Januar 1929 in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) zur Welt. Seine Mutter ist Lehrerin, der Vater Prediger. Nach seinem Theologie-Studium wird King Pfarrer in Montgomery und heiratet Coretta Scott Williams. Sie bekommen vier Kinder.

Sein Aufstieg zur Ikone der Bürgerrechtsbewegung beginnt 1955, als sich die Schwarze Rosa Parks in Montgomery weigert, ihren Platz im Bus für einen Weißen freizumachen. Sie wird festgenommen, es kommt zu Protesten. King führt die Aktion an. Ein Jahr später erklärt der Oberste Gerichtshof die Trennung der Sitzzonen nach Hautfarbe in der Stadt für verfassungswidrig.

Friedensnobelpreis 1964

King wird zu einem landesweit bekannten Mann. Seine Redekunst hilft King, die Proteste durch die USA zu tragen. Höhepunkt ist im August 1963 der Marsch auf Washington mit rund 250 000 Teilnehmern. „I Have a Dream“ („Ich habe einen Traum“), ruft King in seiner Rede, in der er die Vision der Gleichheit von Schwarz und Weiß entwirft. Am 2. Juli 1964 wird der Civil Rights Act schließlich verabschiedet. Ende des Jahres nimmt King den Friedensnobelpreis entgegen.

Die Gleichberechtigung existiert jedoch nur auf dem Papier. Im März 1965 kommt es in Selma zu weiteren Protestmärschen. Am 4. April 1968 erschießt ihn der Rassist James Earl Ray auf dem Balkon eines Motels in Memphis. King wird 39 Jahre alt. dpa

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