Welt und Wissen

Promis auf dem Weg nach Europa

Archivartikel

Vom Urenkel des italienischen Diktators Benito Mussolini bis zur rumänischen Tennis-Legende: Auf den Kandidatenlisten für die Europawahl finden sich etliche prominente und skurrile Persönlichkeiten. Eine Auswahl:

Sarah Wiener: Die österreichische Fernsehköchin kandidiert auf Platz 2 der Liste der österreichischen Grünen. Die 56-Jährige will sich für Tierschutz, Öko-Landwirtschaft und soziale Gerechtigkeit einsetzen.

Silvio Berlusconi: Der skandalumwitterte Ex-Ministerpräsident Italiens darf Jahre nach einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung wieder für politische Ämter kandidieren. Der 82-jährige Multimillionär wirbt für ein freies und vereintes Europa.

Caio Giulio Cesare Mussolini: Berühmt ist vor allem sein Nachname: Der 51-Jährige ist der Urenkel des einstigen italienischen faschistischen Diktators Benito Mussolini. Er kandidiert für die rechtsnationale Partei „Fratelli d’Italia“. Mussolini bezeichnet sich selbst als Patriot.

Ilie Nastase: Die frühere Nummer eins der Tennis-Weltrangliste kandidiert für die rumänische Kleinpartei UNPR (Nationale Union für den Fortschritt Rumäniens). Der Ruf des 72-Jährigen hat zuletzt etwas gelitten. Voriges Jahr lieferte sich Nastase ein Handgemenge mit Polizisten.

Ivan Bella: Die fremdenfeindliche Partei „Wir sind Familie“ hat in der Slowakei den 54 Jahre alten ehemaligen Kosmonauten Ivan Bella nominiert. Bella flog 1999 als bisher einziger slowakischer Staatsbürger ins All.

Martin Sonneborn und Nico Semsrott: Der deutsche Satiriker Martin Sonneborn und Nico Semsrott, bekannt aus der ZDF-Satiresendung „heute-show“, setzen sich als Kandidaten der „Satire Partei“ unter anderem für eine „Ossi-Quote in Führungspositionen“ und „Artenschutz für die SPD“ ein. dpa

Zum Thema