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Protest gegen Politik

Vor nicht ganz einem Jahr trat die Schwedin Greta Thunberg in den Klimastreik. Monate später hat sie europaweit Nachahmer gefunden, die eine klimaschonendere Politik verlangen.

Im Kern fordern die Demonstranten die Politiker auf, die Vereinbarungen des Pariser Klimaabkommens umzusetzen und das Notwendige dafür zu tun, den globalen Temperaturanstieg auf die vereinbarten 1,5 Grad Celsius zu beschränken. Das sei mit dem aktuellen Kurs der Bundesregierung nicht möglich, sondern erfordere einem stärkeren Verzicht auf klimaschädliches CO2. Sie verlangen unter anderem einen früheren Kohleausstieg und einen Ausbau erneuerbarer Energien.

Die wöchentlichen Klimaproteste der Schüler geben der Politik nach Ansicht von Kanzlerin Merkel positive Impulse. Es sei richtig, „dass ihr uns Dampf macht“, sagte Anfang des Jahres. Diese Aussage wurde heftig diskutiert, da sich zum einen die Proteste auch gegen die Politik Merkels richten und zum anderen die Schulpflicht ignoriert wird. dpa