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Regierung fährt harten Kurs

Knapp einen Monat nach Bränden an einer von „Gelbwesten“ besetzten Mautstation hat die Polizei in Frankreich Dutzende Verdächtige festgenommen. Rund 160 Einsatzkräfte seien bei der Aktion gestern Morgen im Einsatz gewesen, teilte die Polizei mit. Es seien 35 Menschen in Gewahrsam genommen worden. Sie werden verdächtigt, für Brände und Vandalismus an der Mautstation bei Bessan in Südfrankreich Mitte Dezember verantwortlich zu sein. Mehrere Medien berichteten, dass es sich bei den Festgenommenen vor allem um Randalierer handelte, die sich damals unter friedliche „Gelbwesten“ gemischt hatten.

Erst am Montagabend hatte Premierminister Édouard Philippe angekündigt, dass die Regierung künftig härter gegen Randalierer vorgehen werde. Man plane außerdem ein Gesetz, das Organisatoren unangemeldeter Demonstrationen härter bestrafe. „Wir müssen die Demonstrationsfreiheit in Frankreich bewahren und diejenigen bestrafen, die sie verletzen wollen“, hatte Philippe erklärt.

Am Wochenende war es wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen bei Demonstrationen der „Gelbwesten“ gekommen. Auch für dieses Wochenende werden Demonstrationen erwartet. Im ganzen Land sollen dann dem Premier zufolge knapp 80 000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein, in Paris rund 5000. dpa