Welt und Wissen

Ringen um Ausstattung

Die Versorgung mit Computern und schnellem Internet hinkt an den meisten deutschen Schulen den Bedürfnissen hinterher. Die frühere Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hatte 2016 eine Finanzspritze in Höhe von fünf Milliarden Euro versprochen – allerdings wird über diesen „Digitalpakt Schule“ noch immer zwischen Bund und Ländern verhandelt, denn Schulpolitik ist Sache der Bundesländer. Wankas Nachfolgerin und Parteikollegin Anja Karliczek hat versprochen, eine nötige Grundgesetzänderung zügig voranzutreiben.

Karlicezk hat im Bundestag allerdings auch klargemacht, dass das Geld vom Bund nur eine Seite der Medaille sei: Für Datenschutz und Wartung der IT-Infrastruktur sowie für die Schulung von Lehrern seien die Länder zuständig. Auch die Endgeräte, also Computer, Tablets oder Smartphones, will der Bund nicht finanzieren. Als möglicher Ausweg gilt das Motto „Bring You Own Device“: Bring’ dein eigenes Gerät mit. Dass Schüler und Lehrer im Unterricht ihre eigenen Handys oder Tablets nutzen, ist aber umstritten – etwa aufgrund der Gefahr, dass Schüler, deren Familien sich diese Geräte nicht leisten können, stigmatisiert werden. 

Zum Thema