Welt und Wissen

Sabine Weyand Harte Verhandlerin

Als Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vor dem Start der Brexit-Verhandlungen versprach, die EU-Kommission werde die „besten und klügsten Köpfe“ aufbieten, hatte er an sie gedacht: Sabine Weyand, 54 Jahre alt, die rechte Hand von EU-Chefunterhändler Michel Barnier. Nach ihrer Doktorarbeit über die Verkehrspolitik der EU trat die gebürtige Saarländerin in die Dienste der Kommission ein. Sie bereite mehrere G7/G8-Gipfel vor, beriet später den damaligen Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso. Sie war bei den TTIP-Verhandlungen ebenso dabei wie bei Ceta, dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada. Wenige Monate vor den Brexit-Gesprächen stieg sie zur stellvertretenden Generaldirektorin der Generaldirektion Handel auf. Weyand eilt der Ruf voraus, eine harte Arbeiterin zu sein, die bis zu 16 Stunden im Büro sitzt und „die“ Top-Expertin in Handelsfragen ist – und eben nun des Brexits. Zu ihrem Netzwerk gehört übrigens auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), den sie aus der gemeinsamen Zeit in der Schülerunion kennt.