Welt und Wissen

Seenotrettung im Mittelmeer

Mehr als 80 000 Flüchtlinge und Migranten sind nach UN-Angaben zwischen Januar und September 2019 über das Mittelmeer nach Europa gekommen. Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in einem im Oktober veröffentlichten Bericht schreibt, sollen zudem 1041 Menschen beim Versuch der Überfahrt umgekommen sein oder werden vermisst. Damit das tagelange Ausharren auf dem Mittelmeer ein Ende hat, sollen Rettungsschiffe künftig Italien oder Malta ansteuern, die Menschen sollen dann aber innerhalb von vier Wochen auf andere EU-Staaten verteilt werden. Deutschland, Frankreich, Italien und Malta erzielten im September diese Grundsatzeinigung – allerdings schlossen sich bislang keine weiteren Länder an.

Im September hat die EU den Einsatz zur Unterstützung der libyschen Küstenwache um sechs Monate verlängert. Die UNHCR fordert, die Hilfe müsse an Auflagen geknüpft werden, dass die Geretteten nicht in Auffanglager verfrachtet würden. dpa

Zum Thema