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Solidarität auch aus Deutschland

Der verheerende Brand hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte Frankreich die deutsche Unterstützung beim Wiederaufbau zu. „Freunde helfen, wo sie gebraucht werden und wo sie können“, versicherte Maas. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief die Deutschen zu Spenden auf. „Notre-Dame ist nicht nur eine französische Kirche, sie ist ein großes Erbe der europäischen Kultur“, betonte Steinmeier. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bot Frankreich die Expertise der Dombauhütten in Regensburg, Passau und Bamberg an. Die Dresdner Philharmonie will den Erlös eines Konzerts spenden, das der Notre-Dame-Organist Olivier Latry diese Woche in der sächsischen Landeshauptstadt geben soll.

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat alle EU-Mitgliedstaaten zur Hilfe aufgerufen. „Ich weiß, dass Frankreich das allein machen könnte, aber hier geht es um mehr als nur materielle Hilfe“, sagte Tusk gestern im Europaparlament. Der Brand habe vor Augen geführt, dass man in der EU durch etwas Bedeutenderes und Tiefergreifendes verbunden sei als durch Verträge.

Auch Kremlchef Wladimir Putin bot Frankreich Hilfe von russischen Spezialisten beim Wiederaufbau an. dpa