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Trisomie-Bluttest

Seit seiner Einführung im August 2012 wurde der sogenannten Trisomie-Bluttest bei zehntausenden Schwangerschaften eingesetzt. Dabei können mit Hilfe einer Blutprobe der Mutter die Trisomien 21, 18 und 13 beim ungeborenen Kind ausgeschlossen oder bestätigt werden.

Durchgeführt wird der Test bei Frauen ab der vollendeten neunten Schwangerschaftswoche, die ein erhöhtes Risiko für die Trisomien beim ungeborenen Kind aufweisen. In der Regel müssen die Patienten die Kosten von bis zu 610 Euro selbst zahlen. Die nicht-invasiven Bluttests gelten im Gegensatz zu herkömmlichen invasiven Tests, etwa Punktion des Mutterkuchens, als risikofrei.

Da die Diagnose einer Trisomie 21 in den meisten Fällen zum Schwangerschaftsabbruch führt, sehen Kritiker in solchen Tests ein Mittel zur Diskriminierung. Die Angst vor dem Down-Syndrom rührt nach Ansicht von Experten auch daher, dass in Deutschland immer weniger Menschen mit Behinderung geboren werden.

Bei seiner Markteinführung im Jahr 2012 hatten Behindertenbeauftragte ein Verbot des Bluttests geordert. dpa