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Truppenabzug aus dem Osten

Archivartikel

Petriwske.Die Entmilitarisierung der Ostukraine gilt als letzte Voraussetzung für ein mögliches Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin. Dabei sitzen auch Vertreter Deutschlands und Frankreichs mit am Tisch. Das Treffen soll am 9. Dezember in Paris stattfinden, wie der französische Präsidentenpalast am Freitag ankündigte. Unterdessen haben die Konfliktparteien – die ukrainische Armee wie auch die prorussischen Separatisten – bei Petriwske im Donezker Gebiet mit einem weiteren Truppenabzug begonnen.

Den Vorgang, der als „Entflechtung“ bezeichnet wird, überwachen Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) in Europa. Sie teilte mit: „Wir begrüßen alle Schritte in Richtung eines Fortschritts.“Boris Gryslow, der russische Vertreter bei der Kontaktgruppe der Ukraine, Russlands und der OSZE, sagte, er hoffe, dass der Rückzug bald abgeschlossen werden könne.

In dem seit 2014 währenden Konflikt starben nach UN-Schätzungen rund 13 000 Menschen. Ein 2015 vereinbarter Friedensplan liegt auf Eis. Er sieht unter anderem eine Reintegration der umkämpften Region in die Ukraine mit Wahlen vor. Nach einer in Umfrage befürworten jedoch rund zwei Drittel der Einwohner dieser Gebiete einen Anschluss an den Nachbarn Russland. dpa

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