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Washington macht Notwehr geltend

Archivartikel

Das Weiße Haus in Washington verkauft den Angriff auf den Führer der iranischen Revolutionsgarden, General Ghassem Soleimani, als Notwehr, um US-amerikanische Leben zu schützen. Der Nationale Sicherheitsberater des Präsidenten, Robert O’Brien, sagte am Dienstag, Geheimdienstinformationen hätten auf unmittelbar bevorstehende Anschläge gegen Diplomaten und Soldaten hingedeutet. „Er hat an Plänen gearbeitet, zu töten.“ Beweise blieb O’Brien schuldig.

Laut Reportern in Bagdad verlegen die US-Amerikaner mit Transporthubschraubern offenbar größere Teile ihres Personals in Irak an andere Standorte. Verteidigungsminister Mark Esper betonte, es sei noch keine Entscheidung über den Verbleib der 5000 US-Soldaten in Irak getroffen worden. Esper widersprach außerdem der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, bei einem iranischen Vergeltungsschlag iranische Kulturgüter anzugreifen. „Wir werden uns an die Regeln der Kriegsführung halten“, versicherte Esper.

Kritik an Trumps Ankündigung übte der republikanische Senator und enge Verbündete des Präsidenten, Lindsey Graham. „Wir sind nicht im Krieg mit der Kultur des iranischen Volkes“, betonte der frühere Militärjurist. tjs

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