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Weitere Absagen erwartet

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Zwar beginnen die Befragungen der künftigen EU-Kommissare erst am Montag. Aber zwei Bewerber brauchen dann schon nicht mehr anzutreten: Rovana Plumb aus Rumänien und Laszlo Trocsanyi aus Ungarn wurden vom Rechtsausschuss des Europäischen Parlamentes abgelehnt. ,,Sie konnten den Verdacht nicht ausräumen, dass sie Interessenskonflikte und Integritätsprobleme haben“, sagte Grünen-Europa-Politiker Sven Giegold.

Sollte es zu weiteren Zurückweisungen kommen, würde der Zeitplan für die am 1. November vorgesehene Inthronisierung der neuen europäischen Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen (CDU) durcheinandergewirbelt. Danach sieht es aus.

Gegen die französische Anwärterin Sylvie Goulard ermittelt die Anti-Korruptionsbehörde der EU, und gegen den bisherigen belgischen Außenminister Didier Reynders gibt es Beschuldigungen wegen öffentlicher Auftragsvergaben seines Hauses.

Dabei kann von der Leyen kaum etwas tun: Sie muss mit den Namen leben, die ihr die Regierungen vorschlagen. Über manch Votum dürfte sie allerdings nicht unglücklich sein. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die künftige Kommissionspräsidentin mit allen, die von den Mitgliedstaaten nominiert wurden, gern zusammenarbeiten möchte“, sagte Grünen-Politiker Daniel Freund im Gespräch mit dieser Zeitung.

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