Wirtschaft

IHK Rhein-Neckar Mangel in der Region deutlich spürbar

30 000 Fachkräfte zu wenig

Rhein-Neckar.Momentan fehlen in der Region rund 30 000 Fachkräfte – bis zum Jahr 2030 sollen es sogar 50 000 sein. Das geht aus einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR hervor, die die IHK Rhein-Neckar gestern zusammen mit ihrem Jahresbericht vorgestellt hat. „Unsere Erwartung ist, dass vor allem beruflich Qualifizierte künftig mehr nachgefragt werden“, sagte IHK-Präsident Manfred Schnabel.

An Uni-Abgängern mangelt es dagegen weniger. Laut WifOR fehlen momentan nur 4300 Akademiker auf dem Arbeitsmarkt. Schnabel sieht jedoch die Region beim Kampf gegen den Fachkräftemangel gut aufgestellt. „2017 konnte ein Anstieg von fünf Prozent bei den Ausbildungsverhältnissen der Unternehmen der Region im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden“, so Schnabel. So unterschrieben 4412 junge Menschen im vergangenen Jahr einen Lehrvertrag.

Auch aktuell sei der Trend mit einem Plus von rund drei Prozent positiv. Beliebt seien vor allem technische Berufe, während kaufmännische Ausbildungen weniger nachgefragt würden. Dies liege vor allem am großen Angebot der wirtschaftlichen Studiengänge in der Region. Flüchtlinge hätten im vergangenen Jahr drei Prozent der Azubis ausgemacht. „Im Jahr zuvor waren es noch etwa halb so viele“, so Schnabel.