Wirtschaft

Stromsparte Mitarbeiter wechseln in neue Gesellschaft

ABB-Umbau nach Plan

Archivartikel

Mannheim.Die Übernahme der ABB-Stromnetzsparte durch den japanischen Hitachi-Konzern schreitet voran. Zum 1. November wechseln bundesweit 2000 Mitarbeiter – rund 700 davon in Mannheim – wie geplant in die neue Gesellschaft ABB Power Grids Germany AG. Nach Angaben eines Konzernsprechers läuft alles reibungslos.

Mannheimer Mitarbeiter der ABB Power Grids Germany AG sind in dem Wabenbau auf dem Betriebsgelände in Käfertal untergebracht. Für sie soll sich nichts ändern. Die Arbeitsverträge laufen weiter. Arbeitnehmerseite und deutsche Geschäftsführung hatten sich bereits im Sommer auf einen Interessenausgleich verständigt. Zudem wurde der Tarifsozialplan verlängert.

Hitachi erwirbt voraussichtlich bis Ende des ersten Halbjahres 2020 80,1 Prozent der Anteile an dem Unternehmen. ABB wird zunächst den Rest der Anteile behalten, hat aber später die Möglichkeit, auch diese komplett zu verkaufen.

Der Schweizer Industriekonzern hatte im Dezember 2018 den Verkauf der Stromnetzsparte (Power Grids) bekanntgegeben. Dort sind Produkte wie Transformatoren angesiedelt, mit deren Hilfe Strom von Kraftwerken verteilt werden kann.

Mit Hitachi verbindet ABB nach eigenen Angaben schon seit 2014 eine „enge Geschäftsbeziehung“. Die Stromnetzsparte soll sich mit den Japanern schneller weiterentwickeln. ABB hingegen will sich künftig auf Elektrifizierung, Automatisierung, Antriebstechnik und Robotik konzentrieren. jung