Wirtschaft

Industrie Ab heute tagt der Europäische Betriebsrat

ABB-Verkauf kommt in heiße Phase

Zürich/Mannheim.Die Vorbereitungen für den Verkauf der ABB-Stromnetzsparte nehmen Fahrt auf. Ab heute trifft sich der Europäische Betriebsrat in Zürich. Konzernchef Ulrich Spiesshofer will dabei die Arbeitnehmervertreter über die Auswirkungen des Verkaufs auf die europäischen Standorte informieren. Mit dabei soll auch ein Personal-Verantwortlicher des Hitachi-Konzerns sein, der die Stromnetzsparte für umgerechnet rund sieben Milliarden Euro übernehmen will. Der Personaler soll erklären, inwieweit die Arbeitnehmerrechte von dem Kauf tangiert werden könnten. Bei dem Treffen dabei ist auch Mirko Geiger, Chef der IG Metall Heidelberg. „Ich erwarte mir mehr Informationen über den Ablauf des Übergangs zu Hitachi“, sagte er gestern. Intern trägt das Projekt den Namen „Jewel“ (übersetzt: Juwel).

Hunderte Jobs betroffen

Allerdings löst der Verkauf in der Belegschaft derzeit nur wenig Begeisterung aus. Massiv betroffen ist beispielsweise der ABB-Standort in Mannheim, an dem gut ein Drittel der etwa 2000 Arbeitsplätze der Stromnetzsparte zuzuordnen sind. Noch ist völlig unklar, wie diese Stellen herausgelöst werden könnten.

Alle deutschen Standorte dürften darüber hinaus die geplante Neusortierung der vier ABB-Divisionen und die Auflösung der alten Länder-Organisation berühren. ABB Deutschland mit Sitz in Mannheim wird damit faktisch aufgelöst, und die Mitarbeiter werden entweder zu Hitachi „verschoben“ oder auf die vier Divisionen verteilt.