Wirtschaft

Energie Belastendes Geschäft mit Solarwechselrichtern veräußert

ABB zieht Schlussstrich

Mannheim/Zürich.ABB gibt das Geschäft mit Solarwechselrichtern an Fimer aus Italien ab. Das teilte der Schweizer Elektrotechnik-Konzern mit. Solarwechselrichter wandeln die Gleichspannung aus Solarmodulen in Wechselspannung um und speisen sie in das Stromnetz ein.

Die von den Italienern übernommene Sparte beschäftigt 800 Mitarbeiter in 30 Ländern. Auf Mannheim, den Sitz der deutschen Landesgesellschaft von ABB, hat der Besitzerwechsel keine Folgen. Der Ausstieg kostet ABB viel Geld. Denn das Solarwechselrichter-Geschäft wird Fimer nicht nur „geschenkt“, sondern auch mit zusätzlichen Mitteln übertragen. ABB hat sich verpflichtet, alle bestehenden Garantieverpflichtungen zu übernehmen. Im zweiten Quartal entsteht so eine Belastung von 430 Millionen Dollar. Die Kosten für die Abtrennung des Geschäfts belaufen sich auf weitere 40 Millionen Dollar.

Die Solarwechselrichter enttäuschten – und belasten seit Jahren Ertrag und Marge. Sie sind Teil des US-Unternehmens Power One, das ABB 2013 für eine Milliarde Dollar übernommen hatte. Die Investition von ABB überraschte damals insofern, als es in der Branche schon vermehrt zu Firmenpleiten wegen des Preisverfalls bei Solarmodulen gekommen war.