Wirtschaft

Pharma US-Konzern steigert Umsatz und Gewinn

AbbVie bleibt „robust“

Archivartikel

North Chicago/Ludwigshafen.Der US-Pharmakonzern AbbVie mit einem großen Standort in Ludwigshafen hat Umsatz und Gewinn im ersten Quartal dieses Jahres gesteigert. Der internationale Verkauf des Arzneimittels Humira gegen rheumatische Erkrankungen ging – wie erwartet – um etwa 15 Prozent zurück. Im Oktober 2019 hatte der von AbbVie entwickelte Wirkstoff in Europa seinen Patentschutz verloren, weshalb mittlerweile günstigere Nachahmerprodukte, sogenannte Biosimilars, auf den Markt gekommen sind.

Wie AbbVie mitteilte, betrug der Umsatz des Pharmakonzerns im ersten Quartal 8,9 Milliarden Dollar (etwa 8,2 Milliarden Euro). Im Vorjahr waren es knapp 7,8 Milliarden Dollar gewesen. Den Gewinn konnte der US-Konzern ebenfalls steigern: Unter dem Strich blieben drei Milliarden Dollar (2,75 Milliarden Euro), nach knapp 2,45 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Medikament gegen Covid-19

„In dieser herausfordernden Zeit tun wir alles, um sicherzustellen, dass unsere Patienten ihre Medikamente erhalten“, sagte Richard A. Gonzalez, US-amerikanischer Geschäftsführer von AbbVie. „Unser Geschäft entwickelt sich weiterhin gut. Dies spricht für die Robustheit unserer Firma.“

Im Kampf gegen das Coronavirus arbeitet AbbVie nach eigenen Angaben unter anderen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), den europäischen Gesundheitsbehörden sowie mit der Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde (FDA) der Vereinigten Staaten zusammen, um die Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln gegen Covid-19 zu fördern. Laut dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller hat AbbVie ein HIV-Medikament mit der Wirkstoffkombination Lopinavir/Ritonavir für die Erprobung als Covid-19-Therapeutikum zur Verfügung gestellt. Studien mit Patienten liefen. mica

Zum Thema