Wirtschaft

Pharma US-Konzern steigert Umsatz und Gewinn

AbbVie weiter „sehr optimistisch“

Archivartikel

North Chicago/Ludwigshafen.Der US-Pharmakonzern AbbVie mit einem großen Standort in Ludwigshafen hat Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2019 gesteigert. Gleichzeitig verspricht sich das Unternehmen von neuen Therapien gegen Schuppenflechte und rheumatische Arthritis weiteres Wachstum. Der Verkauf des Arzneimittels Humira gegen rheumatische Erkrankungen werde aller Voraussicht nach dagegen nachlassen. Im Oktober 2019 hatte der von AbbVie entwickelte Wirkstoff in Europa seinen Patentschutz verloren, weshalb mittlerweile günstigere Nachahmerprodukte auf den Markt gekommen sind.

Wie AbbVie am Freitag mitteilte, erhöhte sich der Umsatz im vergangenen Jahr auf 33,3 Milliarden Dollar (etwa 30 Milliarden Euro). Im Vorjahr waren es knapp 32,8 Milliarden Dollar gewesen. Den Gewinn konnte der US-Konzern deutlicher steigern: Unter dem Strich blieben 7,9 Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro) nach knapp 5,7 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Forschung in Ludwigshafen

„Nach einem erfolgreichen Jahr 2019, blicken wir weiterhin sehr optimistisch in die Zukunft“, sagte Stefan Simianer, Geschäftsführer für Forschung und Entwicklung bei AbbVie Deutschland. Ludwigshafen habe als weltweit zweitgrößter Forschungs- sowie wichtiger Produktionsstandort maßgeblich zum Unternehmenserfolg beigetragen. „Die über 100 Millionen Euro, die wir in den kommenden Jahren in die Modernisierung unseres zentralen Laborgebäudes investieren, sind ein starkes Zeichen, welche Bedeutung Spitzenforschung ‚made in Ludwigshafen‘ für AbbVie hat.“

AbbVie ist auf die Erforschung und Entwicklung von Therapien für komplexe Erkrankungen wie Hepatitis C, Multiple Sklerose, Alzheimer, Parkinson oder Blutkrebs spezialisiert. In Ludwigshafen sind 1900 Menschen beschäftigt. Hier werden jährlich etwa eine Milliarde Tabletten und Kapseln produziert. mica

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