Wirtschaft

Opel Betriebsrat verhindert freiwillige Aufhebungsverträge

Abfindungen gestoppt

Archivartikel

Rüsselsheim.Die Abfindungen sind hoch, doch der Ausstieg beim kriselnden Autobauer Opel gestaltet sich für abwanderungswillige Mitarbeiter schwierig. Wie in der vergangenen Woche angedroht, hat der Betriebsrat rund 70 Aufhebungsverträgen zum 1. Mai nicht zugestimmt. Die Mitarbeiter seien damit vorerst weiter bei Opel beschäftigt, hieß es gestern in Unternehmenskreisen.

Der Betriebsrat kritisiert das Abfindungsprogramm für jüngere Betriebsangehörige, mit dem Opel eine ungenannte Zahl Beschäftigter loswerden wolle. Der zur Sanierung unter der Regie des neuen Mutterkonzerns PSA benötigte Personalabbau könne allein mit Vorruhestandsregelungen und Altersteilzeit erreicht werden, argumentieren Betriebsrat und IG Metall.

Auch wegen einer verspätet eingegangenen Anzeige möglicher Massenentlassungen durch das Unternehmen wollen die Arbeitnehmer den Aufhebungsverträgen vorläufig nicht zustimmen. Ein Opel-Sprecher hatte die Anzeige als rein formalen Akt bezeichnet.