Wirtschaft

Welthandel USA dürfen mehr Rindfleisch in die EU einführen

Abkommen kritisiert

Archivartikel

Berlin.Das sogenannte Rindfleisch-Abkommen der EU mit den USA hat Kritik, aber auch Lob hervorgerufen. Bauernpräsident Joachim Rukwied gehört zu den Skeptikern: „Ob Mercosur oder das Abkommen mit den USA – die EU macht zunehmend Zugeständnisse zulasten der europäischen Landwirte“, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes am Samstag. Lob bekam die EU dagegen vom Maschinenbauverband VDMA: „Mit dem Abschluss dieses Abkommens hat die EU erneut ihren guten Willen gezeigt, auch langjährige Handelsstreitigkeiten wie die über Rindfleischeinfuhren zu beenden“, heißt es in einer Stellungnahme.

Rindfleisch-Produzenten aus den Vereinigten Staaten bekommen künftig besseren Zugang zum Markt der Europäischen Union. Die EU-Kommission hatte bereits Mitte Juni angekündigt, dass künftig Teile des globalen Einfuhrkontingentes von jährlich 45 000 Tonnen fest für US-Anbieter reserviert werden sollen. Innerhalb von sieben Jahren soll der US-Lieferanteil nun auf 35 000 Tonnen pro Jahr steigen. Nur noch 10 000 Tonnen würden dann aus anderen wichtigen Lieferländern wie Argentinien und Uruguay kommen. Experten zufolge ist das US-Rindfleisch in Bezug auf Qualität und Preis sehr konkurrenzfähig. dpa

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