Wirtschaft

Infrastruktur Ökonom fordert Konzentration auf Großstädte

Absage an Ost-Regionen

Archivartikel

Halle.Der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint Gropp, hat eine neue Förderpolitik für Ostdeutschland gefordert. Die Politik solle Mittel und Infrastrukturinvestitionen künftig auf die Großstädte und die Anbindung des Umlands an die urbanen Zentren konzentrieren, sagte der Ökonom im Interview mit der „Wirtschaftswoche“.

Gropp sprach sich unter anderem gegen eine flächendeckende 5G-Anbindung in Ostdeutschland aus. Die sei auf dem Land zu teuer. „Wir müssen uns vom Dogma gleichwertiger Lebensverhältnisse verabschieden. Dieses Ziel ist eine gefährliche Illusion und führt dazu, dass wir viel Geld ineffizient ausgeben“, sagte Gropp. Angesichts der ungünstigen demografischen Entwicklung in den neuen Ländern befürchtet der Ökonom die Verödung ganzer Landstriche. Das könne die Politik nicht verhindern. „Einige ländliche Regionen werden wegen der Demografie und ausbleibender Migration sterben“, so Gropp. dpa

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