Wirtschaft

Afrikanische Schweinepest verursacht Engpässe bei Rohstoffen

Archivartikel

In China wütet die Afrikanische Schweinepest – und sie dezimiert den Tierbestand dort drastischer als erwartet. Die chinesische Regierung nennt bislang keine genauen Zahlen, wie viele Schweine wegen der Pest gekeult – also getötet – werden müssen. Schätzungen gehen zwischen 40 und 80 Millionen Tieren aus. Folglich muss China verstärkt Schweinefleisch aus Europa, Nordamerika und Brasilien importieren. Durch die stärkere Nachfrage steigen die Preise. Was Schlachtbetriebe freut, bereitet Gelita hingegen Sorge: Wenn massenhaft Schweinefleisch nach China verkauft werde, „ist für uns der Rohstoff Schwarte nicht mehr verfügbar“, sagt Vorstandschef Franz Josef Konert. Wenn die Afrikanische Schweinpest dann noch in Deutschland ausbräche, wäre das für ihn der Super-GAU. „Dieses Szenario kann ich mir momentan noch nicht ausmalen.“

Die Afrikanische Schweinepest ist ein für Schweine sehr gefährliches Virus. Ob Wild- oder Hausschwein – erkrankt ein Tier daran, stirbt es teils schon nach einer Woche. Bisher gibt es noch keinen Impfstoff dagegen. Für Menschen ist das Virus unbedenklich.

Kommt es in den Blutkreislauf, erkrankt das Schwein. Das kann einerseits über Verletzungen, also Blut, geschehen. Auf der anderen Seite können die Tiere das Virus über kontaminierte Gegenstände wie Speisereste aufnehmen. Die Afrikanische Schweinepest breitet sich gerade in Osteuropa immer weiter aus. Über Deutschland ist sie noch nicht hinweggerollt; für Experten ist das aber nur eine Frage der Zeit. jung

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