Wirtschaft

EU Kommission will unlautere Praktiken eindämmen

Agenda für Verbraucher

Archivartikel

Brüssel.Europas Verbraucher sollen mit mehr Informationen dabei unterstützt werden, umweltfreundliche und lang haltbare Produkte zu kaufen. Zudem sollen sie beim Einkauf im Internet besser vor Praktiken wie versteckter Werbung geschützt werden. Das ist das Ziel einer neuen Verbraucheragenda, die die Europäische Kommission am Freitag vorlegte. Der Fünf-Jahres-Plan richtet sich auch gegen sogenanntes Greenwashing – also scheinbare Umweltfreundlichkeit.

Die Agenda soll auch als Leitfaden für die Umsetzung des Binnenmarktprogramms im neuen Mehrjährigen Finanzrahmen eingehen. Sie baut auf Programmen aus den Jahren 2012 und 2018 zur Stärkung der Verbraucherseite auf. Ziel ist es nach Angaben der Kommission auch, die unmittelbaren Probleme für Verbraucher angesichts der anhaltenden Pandemie anzugehen.

Nachhaltige Entscheidungen

Im Online-Verkauf will die Kommission noch gezielter Geschäftspraktiken bekämpfen, bei denen Verbraucher hinters Licht geführt werden könnten. Dazu zähle Schleichwerbung. Bestimmte Verbrauchergruppen wie Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen verdienen nach Angaben der Kommission besonderen Schutz.

Europäische Verbraucher müssten befähigt werden, „nachhaltige Entscheidungen zu treffen, ihre Rechte müssten unter allen Umständen geschützt werden“, sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders bei der Agenda-Präsentation. 

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